Kategoriearchiv: Plot und Szenen

Achronologisches Pantsing – Die Wahrheit über „Planendes“ Schreiben

Achronologisches Pantsing – Die Wahrheit über „Planendes“ Schreiben

Der Titel ist etwas reißerisch, aber ich bin grad voll so pumped und so, und die Buddha-Statue bildet einen beruhigenden Kontrast, damit hier niemand Bluthochdruck kriegt. Sie ist aber auch on-topic. Versprochen. Anlässlich meines kürzlich geposteten Artikels unterhalte ich mich gerade mit Ela über unsere – dem Schein nach – unterschiedlichen Schreibweisen. Ela schreibt im Allgemeinen ohne viel Vorbereitung drauflos, ich schreibe erst los, wenn ich den Anfang der Geschichte schonmal grob ausgearbeitet habe und in etwa weiß, wo es hingehen wird. Elas Arbeitsweise

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Unerforschtes Gebiet – Vom Weiterschreiben am Ende der ausgegorenen Ideen

Unerforschtes Gebiet – Vom Weiterschreiben am Ende der ausgegorenen Ideen

Grade bin ich wieder in einer für mich immer sehr gruseligen Situation. Ich habe eine Lücke in der bekannten Welt erreicht, eine Beinahe-Leer-Stelle in meinem Plot, eine Szene, die wie folgt in meinem Tagesplan drinsteht: * Tel Joe/Judi (Kunst, Videos, L.E.Mort) * Sieht L zu, wie er an Glasinstrument arbeitet, sieht Ölbild, Kreidebild, malt selber was? (Reden über Sérafine?) Und das ist alles. Mehr steht da nicht. Mehr Gedanken habe ich mir zu den Ereignissen dieses Tages nicht gemacht. Ich habe kein Ziel an

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Vom Brainstorming zum Plot

Vom Brainstorming zum Plot

Ich habe schonmal einen Post zum Plotausbauen geschrieben – und ein paar, die das Thema auch berühren – aber gestern hab ich diesen Artikel hier von Marcus Johanus von den SchreibDilettanten gelesen, und darunter einen Kommentar von Martin Fischer, in dem er gern wissen wollte, wie man denn nun von den gebrainstormten Bruchstücken zu einem brauchbaren Plot kommt. Da dachte ich mir, da kann ich helfen. Und zwar so:

Charaktere, Beziehungen, Interaktionen – Die super ausführliche Entwicklungshilfe in Listenform

Charaktere, Beziehungen, Interaktionen – Die super ausführliche Entwicklungshilfe in Listenform

Um meiner homepage endlich mal eine ‚Über mich‘-Seite hinzuzufügen, habe ich das Internet ein bisschen nach Character Sheets für Autor_innen durchsucht (um eins für mich auszufüllen). Es gibt dutzende davon, was wohl bedeutet, dass diese Werkzeuge von vielen als hilfreich angesehen werden. Die Bögen sind auch sehr unterschiedlich. Manche sind kurz und bündig, andere extrem ausführlich, manche fragen nur nach den biometrischen Daten und der Herkunft eines Charakters, andere wollen neben Kleidungsstil, Wohnungseinrichtung und finanziellem Geschick etwas über die prägendste Beziehung, das einschneidendste Lebensereignis,

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Wohlgestalte Szenen und wie man sie entwickelt

Wohlgestalte Szenen und wie man sie entwickelt

Beim Schreiben kommt es immer wieder vor, dass Szenen nicht rundlaufen, dass sie langweilig sind (aber unter keinen Umständen ganz wegfallen könnten), dass sie Inhalte wiederholen, die schon in anderen Szenen gezeigt wurden, oder dass sie zwar einzigartige Inhalte zeigen, aber auf eine ungelenke, gestelzte oder gekünstelte Weise oder in einem erzählerischen Kontext, der nicht die notwendige Länge, Kürze oder Darstellungsweise ermöglicht. Ich sitze gerade an so einer Szene, wobei ‚gerade‘ ’seit drei oder vier Tagen‘ bedeutet. Und da ich jetzt an dem Punkt

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Wie man einen Plot ausbaut

Wie man einen Plot ausbaut

Ich habe vor einer Weile einen ziemlich ausführlichen Artikel darüber gepostet, wie ich die Episode rund um den Bildhauer ausgearbeitet habe. Der ist notwendigerweise ziemlich konkret und spezifisch, und daher so alleine nicht ungedingt hilfreich. Als mir dann heute auch noch eine weitere mail von Heike Noll in den Posteingang flatterte, mit der Bitte um Unterstützung bei der Plotausarbeitung, dachte ich mir: „Oh shit, ja, da hatte ich doch vor Ewigkeiten schon einen allgemeinen Artikel zu schreiben wollen!“ Naja. Da bin ich nun. Und

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Anti-Schreibtipp: Mit dem Alltag beginnen

Auf einem recht werbungsdurchtränkten Blog stieß ich auf folgenden, auch an anderen Stellen gerne gegebenen Schreibtipp: Stellen Sie am Anfang der Geschichte erstmal Ihre Charaktere in ihrem Alltag vor. Als Begründung wird verschiedenes angegeben. Im Falle dieses Blogs ist es der Kontrast zwischen Vorher und Nachher, den der Leser nur erleben könne, wenn er das Vorher auch kenne. Ist an sich ein guter Punkt. Weiter geht es mit dem Hinweis, dass man dann im Verlauf der Action immer wieder Bezüge auf diesen vergangenen Alltag

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Zwei erste Sätze und faule Tricks für die Spannungskurve

Zwei erste Sätze und faule Tricks für die Spannungskurve

Ja, es ist Absicht, dass dieses Bildchen einen grauenvollen Facebook-Smiley zeigt, und hätte ich nicht beide Schriften schon vor langer Zeit von meinem Rechner verbannt, wäre das You!? in Comic Sans oder Papyrus gesetzt, statt in Times. Es ist also ein bedeutungsschwangeres Bildchen. Denn als genau so 08/15 empfinde ich den Spannungstrick, den es repräsentiert. Wir kennen das glaub ich alle, nicht nur aus alten Schwarz-Weiß-Whodunit-Filmen, sondern auch aus neueren Produktionen. Die Szene, in der ein Protagonist dem Täter begegnet, der Zuschauer diesen aber

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