Kategoriearchiv: Psychologie für Erzählerinnen

Schreibtip 001: Schreibe, was du kennst!

Schreibtip 001: Schreibe, was du kennst!

Bedeutet dieser Tip wirklich, dass du nur noch autobiografisch über dein eigenes, langweiliges Leben schreiben darfst? In meinem ersten Schreibtip-Video beschäftige ich mich mit einem der am häufigsten missverstandenen Tips und erkläre euch, was damit wirklich gemeint ist und warum er wichtig ist, wenn man facettenreiche, tiefgründige und realistische Charaktere schreiben will.

Triggerwarnungen und ‚Seelenfrieden‘ – Jemand versteht das Problem nicht

Triggerwarnungen und ‚Seelenfrieden‘ – Jemand versteht das Problem nicht

EDIT: Hier ein Erfahrungsbericht darüber, wie Trigger-Warnungen die Welt für Menschen mit Triggern sicherer machen: Yes, Trigger Warnings Do Help Me: Here’s How In diesem Artikel hier erklärt WELT-Autor Wieland Freund, dass Triggerwarnungen nichts mit dem „Schutz von Minderheiten“ zu tun haben – wohl da psychisch kranke Menschen in seinen Augen keine schutzbedürftige Minderheit sind – und dass es nichts mit „moralisch-ethisch[en]“ Idealen zu tun hat, die Welt von Literatur und Film für diese Minderheit sicherer und zugänglicher zu gestalten. Um meinen Zorn über

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Psychologie für Erzähler_innen 02: Entwicklungen und Erkenntnisse

Psychologie für Erzähler_innen 02: Entwicklungen und Erkenntnisse

Christian Bale vor und während The Machinist. Eine Veränderung, die symptomatisch für seine Einstellung zu seinem Beruf, sein Selbstverständis, den Zustand seiner Willenskraft und noch viele andere Aspekte seiner Persönlichkeit ist. Endlich komme ich nochmal dazu, im Blog des guten Herrn Waldscheidt herumzustöbern, und da stolpere ich doch glatt über eine Inspiration für den lange angekündigten zweiten Artikel aus der Reihe ‚Psychologie für Erzähler‚. Und zwar gibt es da zwei Posts, die sich mit dem Buch ‚Der Junge, der Träume schenkte‘ von Luca Di

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Der Null-Empath mit dem Gottkomplex oder: Wie man originell bleibt

Seit „Das Schweigen der Lämmer“ – hab ich mir sagen lassen – sind Serienmörder total hip. Beliebt ist vor allem das Modell, das wir aus „Sieben“ kennen, der Kerl mit der Mission, der der Welt etwas mitteilen will, und dabei seinen teuflischen Intellekt für den Machtkampf mit dem epischen Solo-Sonderermittler einsetzt (welcher – voll der Trend in den Wegwerfkrimis – auch noch persönlich involviert ist, weil er *dun-dun-duuuuun* geliebten Menschen X in einem ja so ähnlichen Verbrechen verloren hat). Von der tollen Themenvorlage zum

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Psychologie für Erzählerinnen 01: Kognitive Verzerrungen

Psychologie für Erzählerinnen 01: Kognitive Verzerrungen

Angeregt von einem Artikel auf schriftzeit.de – unbedingt lesen! – dachte ich mir, fertige ich mal eine kleine Übersicht über die wichtigsten heute bekannten sozialpsychologischen Mechanismen an, denen wir Menschen so unterworfen sind. Im Schreiben fiel mir dann aber auf, dass die Sache für einen einzigen Artikel vielleicht etwas zu umfangreich sein dürfte. Also habe ich beschlossen, eine weitere Artikelserie anzufangen, in der ich verschiedene Phänomene und Bereiche der Psychologie beleuchte, die für Erzähler besonders relevant sind. Unter jedem dargestellten Phänomen werde ich konkrete

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Entfremdung gegen den Narzissmus

Entfremdung gegen den Narzissmus

Das ‚lyrische Ich‘ ist die Sprecherin eines Gedichtes. Es ist nicht notwendigerweise identisch mit dem Autorinnen-Ich, also der Person, die das Gedicht verfasst hat. Das ist an sich ein No-Brainer, aber es gibt immer wieder Fälle wie den Folgenden: Robbie Williams singt in ‚Old Before I Die‘ die Zeile: „Am I straight or gay?“ Der Boulevard fragt: „Ist Robbie Williams jetzt schwul?“ Das mag ein albernes Beispiel sein, denn der Boulevard macht sowas mit Absicht usw., aber ich denke, es beleuchtet das Prinzip. In

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