Kategoriearchiv: Stil und Publikum

Blogs und Twitter – 11 bombensichere Wege, dein Publikum zu vergraulen

Blogs und Twitter – 11 bombensichere Wege, dein Publikum zu vergraulen

Disclaimer: ‚dein Publikum‘ bedeutet in diesem Fall ‚mich und Leute, die sich über die gleichen Sachen aufregen wie ich‘, und nicht wirklich ‚dein Publikum‘. Was bringt dein Publikum dazu, dir deine Seite, deinen Content und deine Tweets zu verübeln, deine Artikel nicht zu verlinken und dich mit zornig gerunzelter Stirn zu blocken, stummzuschalten oder sonstwie daran zu hindern, es je wieder auf deine Internetpräsenz aufmerksam zu machen? Wir1 haben nachgefragt2 und die 10 häufigsten Antworten für dich zusammengestellt!

Warum es eine schlechte Idee ist, in Dialogen immer nur ’sagte‘ zu verwenden.

Warum es eine schlechte Idee ist, in Dialogen immer nur ’sagte‘ zu verwenden.

(Anlässlich eines Tweets von Richard Norden EDIT: Nach Richards Antwort hab ich mal Statistik gemacht. Das Prinzip der Schönheit: 500 Normseiten; sagt: 41; fragt: 21; zischt: 3; brüllt: 2; knurrt: 2.) Es gibt da diesen Schreibtipp, der aus dem englischssprachigen Raum kommt und vor allem in den USA im Rahmen jedweder literaturbezogener Bildungsunternehmung in die Köpfe der Schüler_innen und Student_innen gekloppt wird. Er lautet: Verwende in Dialogen immer nur ’sagte‘, um wörtliche Rede auszuzeichnen, und verwende keine Adjektive, um dieses ’sagte‘ zu spezifizieren. ‚Sagte‘

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Ausrufezeichen! Ellipsen… und ihre Nutzlosigkeit

Ausrufezeichen! Ellipsen… und ihre Nutzlosigkeit

Ich lese gerade ein paar Geschichten für meine allerliebste Freundin Ela durch, und es macht wirklich großen Spaß. Ich hatte vergessen, wieviel entspannter es ist, sich mit anderleuts Arbeiten auseinanderzusetzen. Ich glaube das liegt daran, dass man beim Betalesen nur Vorschläge macht und Ideen einwirft, während die verantwortungsvolle Entscheidung darüber, was letztendlich mit dem Text passiert, bei jemand anderem liegt. Ich komme also gerade in den vollen Genuss des Fehlertötens, Dispopolsterns und Formulierungsverhübschens, ohne dabei das eingebildete ‚Optimum‘ erreichen zu müssen, mit dem ich

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Sie wurden, was sie sahen

Das neuste Video von Vi Hart drüben auf youtube enthält weise Worte aus Edmund Carpenters „They became what they beheld„, die ich mal auf deutsch übersetzen möchte: Wenn man sich an ein Publikum wendet, akzeptiert man die grundlegenden Erwartungen, die dieses Publikum vereinen. Man streift sich das Publikum über und wiederholt die Klischees, an die es gewöhnt ist. Künstler richten sich jedoch nicht an ein Publikum; Künstler erzeugen ein Publikum. Sie führen laute Selbstgespräche, und wenn ihre Worte Wert und Gewicht haben, werden andere

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Im Präsens erzählen

Quasi-Antwort auf Elas Blogpost „Sie war oder Er ist? Immer diese Entscheidungen…“ Klassischerweise erzählt man ja im Präteritum. An sich logisch, weil Dinge ja bereits passiert sein müssen, damit man sie erzählen kann. Und so fühlt es sich beim Lesen dann auch an. Als wäre das Ganze schon eine Weile her – zumindest dann, wenn man auch schonmal im Präsens gelesen hat und den Unterschied spürt. Die ersten Geschichten, die ich geschrieben habe, waren auch im Präteritum, einfach weil ich es vom Lesen so

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Bruce Lee über das Schreiben

Bruce Lee über das Schreiben

„Stile trennen die Menschen voneinander. Erforsche deine eigene Erfahrung. Nimm auf, was nützlich ist. Lehne ab, was nutzlos ist. Füge hinzu, was essentiell dein Eigen ist.“ – Bruce Lee Der Mann spricht über Kampfkunst, aber ich denke, was er da sagt, ist eine für alle Lebensbereiche nützliche (Binsen)Weisheit; auch für das Erzählen. Es gibt bewährte erzählerische Systeme (Genres, Erzählperspektiven, Stilmittel usw.), an denen man sich orientieren kann, die man besser oder schlechter finden kann, durch die man sich von anderen Autorinnen unterscheiden kann, auf

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