Charaktere, Beziehungen, Interaktionen – Die super ausführliche Entwicklungshilfe in Listenform

/ März 13, 2014/ Charaktere und Beziehungen, Plot und Szenen, Schreibtips/ 3Kommentare

4_2_box_Villee-smlUm meiner homepage endlich mal eine ‚Über mich‘-Seite hinzuzufügen, habe ich das Internet ein bisschen nach Character Sheets für Autor_innen durchsucht (um eins für mich auszufüllen). Es gibt dutzende davon, was wohl bedeutet, dass diese Werkzeuge von vielen als hilfreich angesehen werden.
Die Bögen sind auch sehr unterschiedlich. Manche sind kurz und bündig, andere extrem ausführlich, manche fragen nur nach den biometrischen Daten und der Herkunft eines Charakters, andere wollen neben Kleidungsstil, Wohnungseinrichtung und finanziellem Geschick etwas über die prägendste Beziehung, das einschneidendste Lebensereignis, die Scheitelpunkte der Lebenskurve des Charakters wissen.
Trotzdem habe ich keinen einzigen gefunden, der mir persönlich sonderlich weiterhelfen würde.

Mein Hauptproblem ist, dass es meiner Ansicht nach nicht die Extreme sind, die in einem Lebenslauf zählen. Sicher, ein Trauma kann eine tiefe Kerbe schlagen und manchmal haben wir einen Aha-Moment, der unsere Weltsicht vielleicht sogar dauerhaft verändert. Aber was uns hauptsächlich formt, sind die kleinen Sandkörner, über die wir von den Gezeiten unseres Alltags geschleift werden, die Konstanten, die in unserer Erinnerung zu einem vagen Gefühl verschwimmen. Sie legen fest, was wir für ’normal‘ halten, wie wir uns selbst wahrnehmen, was wir von anderen erwarten, wie wir an die Menschen in unserer Vergangenheit und Gegenwart gebunden sind usw. Sie bestimmen, wer wir sind.

Desweiteren stört es mich, dass die Eigenschaften eines Charakters in diesen Listen auf einzelne Begriffe – wiederum Extreme – runtergebrochen werden. Was ist die größe Schwäche, die größte Stärke, die größte Tugend, die größte Angst, die hervorstechendste Eigenschaft. Wieder geht es um Extreme, als wären sie das, was einen Charakter vor allem ausmacht.
Aber solange sie seine Handlungsfähigkeit nicht grundlegend einschränken: Wie oft kommen diese Dinge im Verlauf einer Geschichte tatsächlich zum Tragen? Welche Rolle können sie realistischerweise spielen?
Ich glaube, die Fokussierung auf diese so super wichtig erscheinenden Extreme kann leicht zur Eindimensionalität und Ikonographie verleiten. Die dagegen scheinbar unwichtigen und gewöhnlichen Aspekte eines Charakters, die notwendigerweise ungleich mehr Screentime bekommen (man ist ja nicht ständig mit seiner größten Angst konfrontiert und muss seine größte Tugend verwirklichen, indem man seine größte Begabung anwendet), werden gern vernachlässigt, während man nach Wegen sucht, die ‚definierenden‘ Extreme möglichst gut zur Geltung zu bringen.

Ich persönlich habe mich beim Lesen der verschiedenen Character Sheets nicht inspiriert, sondern eingeschränkt gefühlt, als müsste ich meine Charaktere zerstückeln und sie bis zur Unkenntlichkeit zusammenfassen.
Und da ich sowieso mal was anwendungsorientiertes über Charakterentwicklung und -führung hatte schreiben wollen, habe ich ein Tool zusammengestellt (Danke an Ela für ihren Input :) ).
Das ganze besteht aus fünf Fragebögen, die sich mit der Ausarbeitung der folgenden Bereiche beschäftigen:

1. Hauptcharaktere.
2. Nebencharaktere.
3. Beziehungen.
4. Interaktionen.

Den Listen liegt meine eigene Arbeitsweise zugrunde, was vor allem bei den letzten drei zum Tragen kommt. Sie bestehen vor allem aus Fragen, die als Denkanstöße dienen und dem Entwicklungsprozess eine gewisse Struktur geben sollen. Außerdem geben sie, denke ich, einen guten Einblick in die vielen Möglichkeiten, die einem zur Verfügung stehen, um einen Charakter in Form zu bringen, bzw. herauszufinden, welche Form ein Charakter gerade hat, was das alles bedeutet, und welche Wege offenstehen, ein bestimmtes Erleben/Verhalten zu erreichen, ohne den Charakter zu verbiegen.

Die in der Spoilerbox ausgestellte Version des Fragebogens ist die weibliche Variante. Der Charaktername ist auch in den Dateien durch # bzw. #s repräsentiert und kann ganz bequem ersetzt werden.
Es gibt außerdem eine männliche Version, sowie eine freie, in der auch die Pronomen durch Platzhalter repräsentiert sind – seht euch die unten verlinkte Anleitung an, um diese Version optimal nutzen zu können.

Weitere Informationen findet ihr in den Anwendungshinweisen der jeweilgen Dateien.

Hier könnt ihr alle drei Versionen als .rtf-Datei herunterladen:

Achso, um das Informationspaket abzurunden, möchte ich an dieser Stelle noch auf drei Artikel hinweisen, die für die Themen der Fragebögen relevant sind und als weitere Hilfestellung dienen können:

  • So verbessere ich persönlich die Authentizität, Unabhängigkeit und Originalität meiner Charaktere: ‚Entfremdung gegen den Narzissmus‚.
  • So entscheide ich, ob ich etwas direkt oder rückblickend erzähle und in welche Szene ich welche Information einbaue: ‚Wohlgestalte Szenen‚.
  • So benutze ich die Charakterentwicklung, um einen Plot zu erweitern: ‚Wie man einen Plot ausbaut‚.
Charakterentwicklungsbogen

Quelle: www.tine-schreibt.de
Kontakt: tine@tine-schreibt.de

Die folgenden Texte sind durch eine Creative-Commons-Lizenz der Art a-nc-sa geschützt. Das bedeutet, dass sie unter den folgenden Bedingungen weiterverbreitet und verändert werden dürfen:
a – Attribution: Angabe der Urheberin.
nc – Non-commercial: Keine kommerzielle Verwendung.
sa – Share alike: Abgewandelte Versionen müssen unter der gleichen Lizenz veröffentlicht werden.

——————– Version 1.0

Platzhalter für Charaktername: # und #s
Pronomen: sie/ihr

WICHTIG: Anwendungshinweise und Disclaimer

1. Der Fragebogen zu den Hauptcharakteren ist vor allem dazu gedacht, das Leben eines Charakters vor Beginn der eigentlichen Geschichte zu erarbeiten. Für die Entwicklung innerhalb der eigentlichen Geschichte sind Beziehungs- und Interaktionsbögen tendenziell besser geeignet.
2. Die Bögen sind ziemlich ausführlich und die Fragen so formuliert, dass sie zum tieferen Nachdenken über Charaktere, Beziehungen und Interaktionen anregen. Besonders der Bogen zu Hauptcharakteren ist als etwas gedacht, das mit dem Charakter wächst und umgekehrt.
3. NICHT ALLE FRAGEN SIND FÜR ALLE CHARAKTERE RELEVANT und die aufgezählten Beispiele sind in keiner Weise erschöpfend oder als Vorschrift gemeint. Erscheint euch etwas auf den ersten Blick irrelevant, lasst es erstmal weg; fehlt euch etwas, ergänzt es so wie euer Charakter es braucht.
4. Die Fragen sind in grobe Themenbereiche gruppiert. Teilweise ist die Zuordnung willkürlich. Wenn euch eine andere Sortierung besser taugt, mischt frei drauf los.
5. Die meisten (zeitgenössischen deutschen) Lebensläufe und Beziehungen dürften sich ohne größere Anpassungen der Bögen abbilden lassen. Vorschläge, wie sie für ein noch breiteres Spektrum an Charakteren geöffnet werden können, nehme ich gern entgegen.
6. Auch für sonstige Ergänzungsvorschläge und Kritik bin ich immer offen.
7. Lob und Dankeschöns finde ich auch total toll.
8. Es gibt keinen Punkt 8.
9. So clever.

——————– Inhaltsverzeichnis

1. Hauptcharaktere
2. Nebencharaktere
3. Beziehungen
4. Interaktionen

——————– 1. Hauptcharaktere

———- Zeitraum 1: Geburt bis 5 Jahre (Frühe Kindheit)

—– Eltern (aka erwachsene Hauptbezugsperson/en):
— Ist # erwünscht? Ändert sich das?
— In welcher Lebenssituation sind die Eltern bei der Geburt? Ändert sie sich in den nächsten Jahren?
— Wie kümmern sich die Elternteile jeweils? Sind sie zugewandt? Überbehütend? Distanziert? Unaufmerksam? Warum ist das so? Ändert sich das mit zunehmender Eigenständigkeit von #?
— Wie bindet sich # an ihre jeweiligen Elternteile? Bei wem ist sie anhänglich, bei wem eigenständig, bei wem ablehnend? Wie sucht sie Nähe, wie grenzt sie sich ab? Warum ist das so? Ändert es sich?
— Welche Konflikte gibt es zwischen den Eltern? Wie wirken sie sich auf das Miteinander der Eltern aus? Betreffen sie #? Ändern sie die Lebensumstände?
— Welche Erwartungen richten die jeweiligen Elternteile an #? Ist sie ein ’schwieriges Kind‘? Ein ‚gehorsames Kind‘? Bestehen enge Bindungen? Sind die Eltern unsicher? Erfahren? Überfordert? Wie gehen sie damit um? Ändert sich das?

—– Geschwister (aka Gleichaltrige mit der/n gleichen erwachsenen Hauptbezugsperson/en):
—- Falls # nicht das älteste Kind ist:
— In welcher Lebensphase sind die Geschwister, als # dazukommt? Welche Haltung haben sie # gegenüber? Freude, Ablehnung, Ambivalenz, Eifersucht?
— Wie ist das Verhältnis zwischen den älteren Geschwistern bevor # dazukommt? Ändert sich das mit #s Geburt?
— Welche Rolle spielt # im Familiengefüge? Ändert sie sich schon in der ersten Lebensphase?
— Wie stehen die Geschwister in dieser Zeit in Kontakt zu #?

—- Falls # das älteste Kind ist bzw. jüngere Geschwister dazukommen (diesen Teil einfach in die Lebensphase kopieren, in der das Geschwister dazukommt):
— Hat sich # (weitere) Geschwister gewünscht? Warum? Welche Gefühle bringt sie dem Neuzugang vor und nach der Geburt entgegen? Wie geht sie damit um? Wie reagieren die Eltern darauf?
— Ist sie mit dem Geschlecht des Kindes einverstanden oder hat sie sich etwas anderes erhofft? Wirkt es sich darauf aus, wie sie sich zu dem Kind in Beziehung setzt? Wie sie sich selbst wahrnimmt? Welche Rolle sie in der Familie einnimmt?
— Ändert sich durch den Neuzugang die Art, wie die Eltern mit # umgehen, welche Erwartungen sie an sie stellen, wie geduldig sie sind, wie aufmerksam? Welche Gefühle weckt das in #? Wie geht sie damit um? Wie wirkt sich das wiederum auf ihre diversen Beziehungen aus?
— Wie ist #s Verhältnis zu ihre anderen jüngeren und älteren Geschwistern? Ändert sich das durch den Neuzugang?
— Wie entwickeln sich die Verhältnisse und Rollenzuteilungen in der Familie, während das jüngste Kind selbständiger und kommunikativer wird, seine Persönlichkeit stärker ausdrücken und die eigenen Interessen klarer vertreten kann?

—– # selbst:
— Zu welchen Beschäftigungen zieht es sie? Bücher, Bauklötze, Puppen, andere Kinder?
— Fühlt sie sich wohl in ihrer Haut und mit den Möglichkeiten, die ihr angeboten werden?
— Kann sie sich alleine beschäftigen? Muss sie das? Ändert sich das?
— Gibt es irgendwelche bedeutsamen Ereignisse oder Beziehungen im Umfeld ihres Kindergartens? Erinnert sich # oder hört sie nur Geschichten darüber?
— Fehlt ihr etwas? Oder gibt es von etwas mehr als gut für sie ist? Materiell, emotional, sozial, intellektuell?

—– Allgemein:
— Welchen typischen Alltagsabläufen ist # in ihrer Kindheit unterworfen? Wie ist der Tag strukturiert? Wann und warum fällt ein Tag/Woche/Monat/Jahr aus der Reihe?
— Geht sie in den Kindergarten? Erinnert sie sich an Ereignisse oder Beziehungen aus dieser Zeit? Welche Geschichten werden ihr später im Leben über sich als Kleinkind erzählt? Ist irgend etwas davon relevant für ihr späteres Leben oder ihr Selbstverständnis?
— Gibt es in irgend einem Lebensbereich harte Brüche?
— Gibt es außer den Eltern jemanden, der sich um # kümmert? Wie fühlt sie sich damit?
— Wie sehen die Beziehungen und sozialen Verhältnisse in der erweiterten Familie aus? Nimmt sie sie bereits wahr? Wenn ja, wie?

———- Zeitraum 2: 6 bis 10 Jahre (Grundschulzeit)

—– Schule (aka strukturierter Unterricht):
— Wie kommt # mit den anderen Kindern zurecht? Findet sie schnell eine zufriedenstellende Rolle in der Gruppe? Welche Rolle übernimmt sie? Warum? Ändert sich das?
— Ändern sich #s Verhalten, Interessen durch die neuen Einflüsse und Herausforderungen? Wie und warum? Sind die Änderungen nachhaltig oder eher kurzfristige Reaktionen?
— Wer sind ihre Freund_innen? Wechseln sie oft? Warum sucht sie diese Freund_innen aus? Warum suchen sie sie aus? Wodurch sind ihre jeweiligen Freundschaften gekennzeichnet? Welche Rollen spielt sie in diesen Freundschaften? Welche Rollen spielen ihre jeweiligen Freund_innen?
— (Wie) Wird # von ihren jeweiligen Lehrer_innen wahrgenommen? Wie nimmt sie sie wahr? Gibt es Konflikte? Gibt es Sympathien?

—– Eltern:
— In welcher Lebenssituation sind die Eltern jetzt?
— Wie kümmern sie sich jetzt um #?
— Ändern sich die Bindungen zwischen # und ihren Eltern durch den Schuleintritt?
— Welche Konflikte gibt es jetzt zwischen den Eltern? Wie wirken sie sich auf das Miteinander der Eltern aus? Betreffen sie #? Ändern sie die Lebensumstände (erneut)?
— Welche Erwartungen richten die jeweiligen Elternteile jetzt an #? Soll sie alleine klarkommen? Gibt es Leistungsdruck? Unterstützung? Haben sie sich in ihre jeweilige Elternrolle eingelebt?
— Wie erlebt # die Eltern ihrer Freund_innen? Das familiäre Verhalten ihrer Freund_innen?
— Wie erleben ihre Freund_innen #s Familie ?

—– Geschwister:
— Ändert sich durch #s wachsende Eigenständigkeit ihre Rolle im Familiengefüge?
— In welchen Lebensphasen befinden sich die Geschwister jetzt? Haben sich die Verhältnisse zwischen ihnen verändert? Wie stehen sie jetzt in Kontakt zu #?

—– # selbst:
— Welche ihrer aktuellen Beziehungen sind nährend, welche belasten sie? Wann und warum? Was ändert sich?
— Fühlt sie sich wohl in ihrer Haut und mit den Möglichkeiten, die ihr angeboten werden? Kann sie ihre Interessen, Vorlieben, Begabungen nachgehen? Welche sind das? Werden ihr bestimmte Beschäftigungen aufgedrängt? Welche? Wie geht es # damit? Hat sie genügend Zeit für sich allein?
— Wie empfindet sie den Zwang, zur Schule zu gehen? Hat sie dort Erfolgserlebnisse? Was erlebt er als Scheitern und wie geht er damit um? Welche Bedeutung hat die Schule für ihr Selbstbild/-bewusstsein? Was interessiert sie in der Schule, was nicht? Wie motiviert sie sich?
— Wie beschäftigt sie sich, wenn sie alleine ist? Ist sie oft alleine? Wie geht es ihr damit?
— Fehlt ihr in einem oder mehreren Lebensbereichen etwas? Oder gibt es von etwas mehr als gut für sie ist? Materiell, emotional, sozial, intellektuell?

—– Allgemein:
— Welchen typischen Alltagsabläufen ist # in ihrer Grundschulzeit unterworfen? Wie ist der Tag strukturiert? Wann und warum fällt ein Tag/Woche/Monat/Jahr aus der Reihe?
— Gibt es in irgend einem Lebensbereich harte Brüche?
— Wie sehen die Beziehungen und sozialen Verhältnisse in der erweiterten Familie aus? Wie nimmt sie sie wahr?

———- Zeitraum 3: 11 bis 16 bzw. 18 Jahre (Pubertät)

—– Weiterführende Schule (aka fortgesetzter Unterricht):
— Wie erlebt # den Wechsel auf die weiterführende Schule? Verliert sie dabei Freund_innen? Gibt es Konflikte? Wie wirkt sich das alles auf ihr Selbstbild aus?
— Ändern sich #s Verhalten, Interessen durch die neuen Einflüsse und Herausforderungen an der weiterführenden Schule?
— Wie kommt # mit den neuen Kindern in ihrer Klasse zurecht? Findet sie schnell eine zufriedenstellende Rolle in der Klasse? Ist das die gleiche Rolle wie in der Grundschule oder eine andere? Warum? Ändert sich das noch?
— Wer sind ihre neuen/alten Freund_innen? Wechseln sie noch? Warum behält/sucht sie diese Freund_innen aus? Warum behalten/suchen sie sie aus? Wodurch sind ihre jeweiligen (neuen) Freundschaften gekennzeichnet? Welche Rollen spielt sie in diesen Freundschaften? Welche Rollen spielen ihre jeweiligen Freund_innen?
— (Wie) Wird # von ihren Lehrer_innen wahrgenommen? Wie nimmt sie sie wahr? Gibt es Konflikte? Gibt es Sympathien?

—– Eltern:
— In welcher Lebenssituation sind die Eltern jetzt?
— Wie kümmern sie sich jetzt um #?
— Ändern sich die Bindungen zwischen # und ihren Eltern mit ihrem Eintritt in die Pubertät? Wie erleben beide Seiten diesen Wandel? Wie gehen sie damit um?
— Welche Konflikte gibt es jetzt zwischen den Eltern? Wie wirken sie sich auf das Miteinander der Eltern aus? Betreffen sie #? Ändern sie die Lebensumstände (erneut)?
— Welche Erwartungen haben die jeweiligen Elternteile jetzt für #? Gibt es Leistungsdruck? Wollen sie gutes Verhalten? Warten sie auf ‚typisch‘ pubertäres Verhalten? Was denken sie über Sexualität? Drogen? Wie haben sie ihre eigene Pubertät in Erinnerung? Fühlen sie sich # und ihren Bedürfnissen gewachsen? Haben sie Angst um sie? Haben sie Zukunftspläne, die mit ihren eigenen nicht vereinbar sind?
— Wie erlebt # die Eltern ihrer gleichaltrigen Freund_innen? Das familiäre Verhalten ihrer gleichaltrigen Freund_innen? Was denkt sie darüber?
— Wie erleben ihre Freund_innen #s Familie? Weicht das stark von #s eigenem Erleben ab?

—– Geschwister:
— Ändert sich durch #s wachsende Eigenständigkeit ihre Rolle im Familiengefüge?
— In welchen Lebensphasen befinden sich die Geschwister jetzt? Haben sich die Verhältnisse zwischen ihnen verändert? Wie stehen sie jetzt in Kontakt zu #?

—– # selbst:
— Wie erlebt # das Einsetzen ihrer Pubertät? Welche Bedeutung hat sie für sie? Wie ändert sich das? Wie geht sie mit Körperscham um? Wie verändert sich ihre Identifikation mit ihrem angeborenen Geschlecht und den ihr zugewiesenen Geschlechterrollen? Welche Vorstellung hat sie von Weiblichkeit, Männlichkeit und anderen Geschlechterrollen? Äußert sich das im Rahmen ihrer diversen Beziehungen zu anderen Menschen und sich selbst?
— Wie äußert sich ihr zunehmendes Bedürfnis, ihre Identität zu erkunden, darzustellen und durchzusetzen? Welche Meinungen vertritt sie, welche Lebensentwürfe sprechen sie an, welche lehnt sie ab? Warum? Wo orientiert sie sich an ihrer Familie, wo an ihren Freund_innen, wo grenzt sie sich ab? Wie gehen die einzelnen Personen in ihrer Umgebung damit um? Warum?
— Was ist ihre Vorstellung von Sexualität allgemein? Was ist ihre Vorstellung von romantischen Beziehungen? Wie aufgeklärt ist sie? Hat sie Ängste? Positive Erwartungen? Was wünscht sie sich? Wie ändert sich das über die Jahre?
— Hat sie romantische und/oder sexuelle Beziehungen oder wünscht sie sich, welche zu haben? Entsprechen sie ihren Bedürfnissen? Verändern sie ihr Selbstbild oder ihre Vorstellungen und Erwartungen in Bezug auf solche Beziehungen? Wie geht sie mit Ablehnung um?
— Welche ihrer aktuellen Beziehungen sind nährend, welche belasten sie? Wann und warum? Was ändert sich?
— Wie empfindet sie jetzt den Zwang, zur Schule zu gehen? Hat sie Erfolgserlebnisse? Wie geht sie mit dem Scheitern um? Was erlebt er als Scheitern und warum? Was als Erfolg? Welche Bedeutung hat die Schule für ihr Selbstbild/-bewusstsein?
— Was interessiert sie jetzt in der Schule, was nicht? Was interessiert sie jetzt außerhalb?
— Wie beschäftigt sie sich, wenn sie alleine ist? Ist sie jetzt öfter oder seltener alleine als früher? Wie geht sie ihm damit?
— Fehlt ihr etwas? Oder gibt es von etwas mehr als gut für sie ist? Materiell, emotional, sozial, intellektuell?
— Gibt es Brüche in ihrem Selbstbild oder ihrer Selbstdarstellung? Geht sie bewusst damit um? Weiß sie sich zu helfen? Wo findet sie konstruktive, wo destruktive Wege mit ihren Probleme umzugehen?
— Wie geht sie mit der Aufgabe um, sich für oder gegen eine ungelernte Tätigkeit, eine Ausbildung, ein Studium zu entscheiden? Ändern sich ihre Vorstellungen oft? Wie schnell entwickeln sie sich? Woran orientiert sie sich?
— Freut sie sich auf die Selbständigkeit eines Lebens nach der Schule? Hat sie Angst davor? Welche Erwartungen richtet sie an ihr zukünftiges erwachsenes Ich?
— Welche Beschäftigungen empfindet sie als sinngebend?
— Fehlt ihr etwas? Oder gibt es von etwas mehr als gut für sie ist? Materiell, emotional, sozial, intellektuell?

—– Allgemein:
— Welchen typischen Alltagsabläufen ist # in dieser Phase ihres Lebens unterworfen? Wie ist der Tag strukturiert? Wann und warum fällt ein Tag/Woche/Monat/Jahr aus der Reihe?
— Gibt es in irgend einem äußeren Lebensbereich harte Brüche?
— Wie haben sich die Beziehungen und sozialen Verhältnisse in der erweiterten Familie entwickelt? Wie nimmt sie sie jetzt wahr? Gibt es Überraschungen für sie, während sich ihre Wahrnehmungsfähigkeit und ihr Verständnis von Psychologie und Beziehungen entwickelt?

———- Zeitraum 4: 17 bzw. 19 bis 30 Jahre (Erwachsen werden)

—– Nach der Schule
— Für welchen Weg hat sich # entschieden? Ist sie zufrieden damit? Geht sie ihn bis zum Ende? Was verändert sich, während sie ihre Erwartungen mit der Realität abgleichen muss? Hat sie Erfolgserlebnisse? Wie geht sie mit dem Scheitern um? Was erlebt er als Scheitern und warum? Was als Erfolg?
— Verliert sie beim Wechsel von der Schule ins Leben danach Freund_innen? Gibt es Konflikte? Wie wirkt sich das alles auf ihr Selbstbild aus?
— Ändern sich #s Verhalten, Interessen durch die neuen Einflüsse und Herausforderungen in ihrem Alltag?
— Wie kommt sie mit den alten und neuen Menschen in ihrem Leben zurecht? Findet sie in neuen Situationen schnell eine zufriedenstellende Rolle? Ist das die gleiche Rolle wie in der Schule oder eine andere? Warum? Ändert sich das noch?
— Wer sind ihre neuen/alten Freund_innen? Wechseln sie noch? Warum behält/sucht sie diese Freund_innen aus? Warum behalten/suchen sie sie aus? Wodurch sind ihre jeweiligen (neuen) Freundschaften gekennzeichnet? Welche Rollen spielt sie in diesen Freundschaften? Welche Rollen spielen ihre jeweiligen Freund_innen?
— (Wie) Wird # von ihren Lehrer_innen, Professor_innen, Vorgesetzten, Betreuer_innen wahrgenommen? Wie nimmt sie sie wahr? Gibt es Konflikte? Gibt es Sympathien?

—– Eltern
— In welcher Lebenssituation sind #s Eltern jetzt?
— Ändern sich die Bindungen zwischen # und ihren Eltern mit ihrem Auszug von zuhause? Wie erleben beide Seiten diesen Wandel? Wie gehen sie damit um?
— Wie kümmern sich die Eltern jetzt um #? Mischen sie sich zu stark oder zu wenig in ihr Leben ein?
— Welche Konflikte gibt es jetzt zwischen den Eltern? Wirken sie sich trotz der Distanz auf # und ihre Beziehungen zu anderen bzw. ihren Eltern aus?
— Welche Erwartungen haben die jeweiligen Elternteile jetzt für #? Fühlt sie sich davon bestärkt oder belastet? Fühlt sie sich eingeschränkt? Bevormundet? Überfordert? Kleingehalten?
— In welchen Verhältnis stehen ihre Freund_innen zu ihren eigenen Eltern? Wie erlebt sie das? Wie geht sie damit um?
— Wie erleben ihre Freund_innen ihr Verhältnis zu ihren Eltern? Wirkt sich das auf sie aus? Auf ihre Wahrnehmung? ihre Wünsche, Bedürfnisse, Werte? Ihr Verhalten?

—– Geschwister:
— Ändert sich durch #s wachsende Eigenständigkeit ihre Rolle im Familiengefüge?
— In welchen Lebensphasen befinden sich die Geschwister jetzt? Haben sich die Verhältnisse zwischen ihnen verändert? Wie stehen sie jetzt in Kontakt zu #?

—– # selbst:
— Wie fühlt sich # in ihrer neuen Situation? Ausgelastet, überfordert, unterfordert? Hat sie ihre kurz- und mittelfristigen finanziellen, intellektuellen, sozialen und persönlichen Ziele erreicht? Kann sie sie erreichen? Was versucht sie? Wie geht sie mit dem Scheitern um? Was erlebt er als Scheitern und warum? Was als Erfolg?
— Wie steht es um #s Identität, jetzt, da die aufwühlende Zeit der Pubertät zuende geht? Fühlt sie sich erwachsen? Was ist ihr Maßstab? Ist es okay für sie dem Ideal (nicht) zu entsprechen? Was tut sie, um in dieser Hinsicht Veränderung herbeizuführen oder zu verhindern?
— Wie lebt und erlebt sie ihre reifende Sexualität und Geschlechtsidentität? Hat sie ein für sie selbst zufriedenstellendes Maß an Klarheit über beides gewonnen? Fühlt sie sich wohl? Wie steht es jetzt um ihre Scham, ihre Vorstellung von Geschlechterrollen?
— Gründet # eine eigene Familie? Warum? Wie ist ihr allgemeines Verhältnis zu Kindern, zu Familie, zu langfristigen Partnerschaften? Wo unterscheidet sie sich dabei von ihren jeweiligen Partner_innen? Gibt es Konflikte? Wie geht sie damit um?
— Hat sie ein für sie zufriedenstellendes Maß an sozialem, emotionalem und körperlichem Kontakt zu anderen Menschen? Welche Kontakte sind ihr am wichtigsten? Welche nähren, welche belasten sie? Von welchen Kontakten wird sie selbst als nährend oder belastend empfunden? Wie geht sie mit daraus erwachsenden Konflikten um?
— Wie beschäftigt sie sich, wenn sie alleine ist? Ist sie oft alleine? Wie geht es ihr damit?
— Fehlt ihr etwas? Oder gibt es von etwas mehr als gut für sie ist? Materiell, emotional, sozial, intellektuell?

—– Allgemein:
— Welchen typischen Alltagsabläufen ist # in dieser Phase ihres Lebens unterworfen? Wie ist der Tag strukturiert? Wann und warum fällt ein/e Tag/Woche/Monat/Jahr aus der Reihe?
— Gibt es in irgend einem äußeren Lebensbereich harte Brüche?
— Wie haben sich die Beziehungen und sozialen Verhältnisse in der erweiterten Familie entwickelt? Wie nimmt sie sie jetzt wahr? Gibt es Überraschungen für sie, während sich ihre Wahrnehmungsfähigkeit und ihr Verständnis von Psychologie und Beziehungen weiterentwickelt?

———- Zeitraum 5: 30 bis ??? Jahre (Fortgesetztes Wachsen und Reifen)
(Aufgrund der enormen Vielfalt der Möglichkeiten ist dieser Lebensabschnitt wesentlich weiter gefasst und allgemeiner gehalten als die vorherigen.)

—– # und die Welt
— Für welche Aktivitäten verlässt # ihre vier Wände (z.B. Arbeit, soziale Kontakte, Sport, Bibliothek, Shopping, Sauftouren)? Welche Funktion haben diese Aktivitäten für ihren Alltag, ihr Selbstbild, ihr Wohlbefinden? Was nährt sie, was belastet sie? Warum? Wie geht sie damit um?
— Welche Beziehungen sind # besonders wichtig? Welche vernachlässigt sie? Warum? Wie gehen ihre Gegenüber damit um? Gibt es Konflikte? Löst sie Konflikte durch ihre Abwesenheit?
— Wie sieht es bei all dem in, um und zwischen ihr und ihren Eltern und Geschwistern aus?
— Welche Unsicherheiten spielen für # eine Rolle und für wen oder was ist sie objektiv verantwortlich? Materiell, emotional, sozial, beruflich? Für wen oder was fühlt sie sich verantwortlich? Wo wird sie ihrer Verantwortung objektiv gerecht, wo nicht? Wie? Warum? Warum nicht? Sieht sie das auch so? Kommt sie damit klar? Fühlt sie sich überfordert, eingeengt, erwachsen, wichtig, ausgelastet, gefordert, unabhängig?
— Wie sehen die Menschen, auf die sich #s Verantwortlichkeiten auswirken, die ganze Sache? Ist es ihnen wichtig? Kommunizieren sie das? Gibt es Konflikte?
— Gibt es emotionale, soziale, berufliche Fehler, die # immer wieder macht? Bemerkt sie das oder gehen sie durch Betriebsblindheit an ihr vorbei? Wie reagiert sie, wenn sie auf Fehler aufmerksam gemacht wird? Wie geht sie vor, um Fehlern entgegenzuwirken? Wie geht sie vor, um aus ihnen zu lernen? Wie geht sie in dieser Hinsicht mit ihrem Scheitern um, wie mit ihren Erfolgen?
— Wie und warum verändert sich all das über die Jahre?

—– # und #
— Wie erlebt # ihr emotionales, soziales und körperliches Reifen und Älterwerden im Rückblick? Was denkt und fühlt sie dabei? Was hält sie von ihren jüngeren Ichs? Bereut sie etwas? Was sieht sie als vergangenen Erfolg, was als Erleichterung oder Verbesserung ihres Lebens? Wie geht sie damit um?
— Wie erlebt # ihr emotionales, soziales und körperliches Reifen und Älterwerden in der Gegenwart? Wie nimmt #er Gewinne und -verluste wahr? Wie geht sie damit um?
— Wie sieht # ihrer Zukunft entgegen? Welche Hoffnungen hat sie, welche Ängste? Wie geht sie damit um?
— Wie beschäftigt sie sich, wenn sie alleine ist? Ist sie oft alleine? Wie geht es ihr damit?
— Fehlt ihr etwas? Oder gibt es von etwas mehr als gut für sie ist? Materiell, emotional, sozial, intellektuell?
— Wie und warum verändert sich all das über die Jahre?

—– Allgemein:
— Welchen typischen Alltagsabläufen ist # in dieser Phase ihres Lebens unterworfen? Wie ist der Tag strukturiert? Wann und warum fällt ein/e Tag/Woche/Monat/Jahr aus der Reihe?
— Gibt es in irgend einem äußeren Lebensbereich harte Brüche?
— Wie steht es um die Beziehungen und sozialen Verhältnisse in der erweiterten Familie?
— Wie und warum verändert sich all das über die Jahre?

——————– 2. Nebencharaktere

—– Funktion
— Welche sachliche Funktion hat # für die Handlung? Ist sie nur Bestandteil notwendiger Situationen oder Beziehungen (z.B. ein_e Chef_fin, ein Elternteil oder ein_e Polizist_in, der_die eine Anzeige des Hauptcharakters aufnimmt)? Hat sie eine Agenda, die sich spürbar auf den Verlauf der Handlung auswirkt/auswirken könnte? Gibt sie den Hauptcharakteren wichtige Informationen, Gegenstände oder Gelegenheiten (z.B. Q in James Bond, eine hilfreiche Hexe oder eine Bekannte mit guten Beziehungen nach oben)? Hilft sie ihnen mit ihrem Wissen/Können? Steht sie den Hauptcharakteren im Weg?
— Welche emotionale Funktion hat sie für die anderen Charaktere? Gibt sie jemandem Unterstützung? Ist sie für jemanden eine Belastung? Ist sie Teil von jemandes Lebensgeschichte? Ist sie Vorbild oder abschreckendes Beispiel?
— Welche Funktion hat sie im Informationsfluss zur Leserschaft? Was erfährt die Leserschaft über die anderen Charaktere, wenn sie mit # interagieren? Was erzählen ihr die anderen Charaktere über sich? Welche Verhaltensweisen rutschen ihnen raus, oder um welche bemühen sie sich? Welche ihrer diversen Rollen nehmen die anderen Charaktere im Umgang mit ihr ein?

—– Person
— Was geschieht gerade im Alltag von #? Was beschäftigt sie? Hat sie Stress? Geht es ihr grad gut? Was würdest du über # erzählen, wenn sie ein Hauptcharakter wäre?
— Was hatte sie eigentlich vor, als sie Teil der Geschichte wird? Kann sie ihrem gewohnten Alltag weiterhin nachgehen, weil sie die Geschichte nicht daraus herausreißt? Oder hält sie die Geschichte davon ab, zu tun, was sie eigentlich tun will? Wie geht sie damit um? Was bedeutet die Umstellung für sie persönlich? Warum?
— Welche Rollen nimmt sie ein, wenn sie ihre Funktion in der Geschichte erfüllt? Ist sie in einer professionellen Rolle? Ist sie eine Heldin? Eine Gegenspielerin? Der Sündenbock? Eine Freundin?

—– Sichtbarkeit
— Wo muss # zu Wort kommen? Wo spielen die Details ihres Lebens tatsächlich eine Rolle für die Handlung und wo reicht es, ihr Verhalten in Einklang mit ihrem Hintergrund (z.B. Laune, Berufsethos, Weltbild) zu setzten, um sie als runden Charakter erscheinen zu lassen?

——————– 3. Beziehungen
(Diese Fragen sollten jeweils für alle beteiligten Charaktere beantwortet werden.)

— Wo und zu welchem Anlass treffen X und # zum ersten mal aufeinander? Wie beeinflusst das ihr Verhalten einander gegenüber? Hat # Erwartungen?
— Wie geht es # zu der Zeit? Was beschäftigt sie?
— Wie verläuft die erste Interaktion? Wie persönlich wird es? Wie relevant (sowohl inhaltlich als auch emotional)? Welchen ersten Eindruck macht X auf #? Ändert sich der Eindruck schon während der ersten Interaktion?
— Wie setzt sich # anfangs zu X in Beziehung (fühlt sie sich angezogen, abgestoßen, interessiert, gelangweilt, gemocht, abgelehnt, überlegen, unterlegen, ähnlich, verschieden, gibt er etwas auf Xs Meinung von ihr, ist sie neutral/ohne besondere emotionale Reaktion)?
— Wo und zu welchem Anlass finden die nächsten Begegnungen statt? Wie verlaufen sie? Wie persönlich wird es? Wie relevant?
— Wie und warum verändert sich das Bild, das # von X hat? Wie und warum verändert sich die Art, wie sie sich zu X in Beziehung setzt?
— Bei fortgesetzten Beziehungen: Welches Bedürfnis befriedigt + für # (Zuwendung, Selbstwertgefühl, Gesellschaft, emotionale Unterstützung, Job, Geld, soziales Prestige, Vitamin B)?
— In welcher Rolle sieht sich # in der Beziehung und welche Rolle spielt sie tatsächlich? Welche Aufgaben gehen damit einher? Welche Erwartungen trägt X an sie heran? Kann sie diese Aufgaben und Erwartungen erfüllen? Wie fühlt sie sich damit?
— In welcher Rolle sieht # X? Welche Erwartungen hat sie? Werden sie erfüllt? Wie fühlt # sich damit?

——————– 4. Interaktionen
(Diese Fragen sollten jeweils für alle beteiligten Charaktere beantwortet werden)

— In welcher Beziehung steht # zu X?
— Wie geht es # zu Beginn der Interaktion? Ist sie geplant? Hat # eine Absicht? Vermutet er bei X eine Absicht? Welche? Warum?
— Welche sonstigen Absichten, Meinungen, Bedürfnisse von # sind für die Interaktion relevant? Wo kommen sie zum Tragen? Ist sie sich dessen bewusst? Wird sie sich dessen bewusst? Was bedeutet das für sie und die Interaktion?
— Welches Verhalten erwartet # realistischerweise von X? Welches erhofft sie, welches befürchtet sie? Wie wirkt sich das auf ihre Herangehensweise aus, auf die Rolle, die sie spielt?
— Welche Emotionen hat # während der Interaktion? Hat sie damit gerechnet? Wie geht sie damit um? Fällt sie in alte Muster, probiert sie etwas neues, verhält sie sich untypisch?
— Warum endet die Interaktion? Wurden #s Absichten erfüllt oder nicht? Welche neuen Informationen (über sich, X, Xs Situation, andere Charaktere etc.) hat sie gewonnen? Welche neuen Informationen hat sie an die anderen Charaktere und die Leserschaft weitergegeben?
— Haben sich ihre Emotionen, Erwartungen, Ängste, Hoffnungen usw. verändert? Wie und warum? Welche Zwischenschritte gab es? Welche konkreten Anlässe für welche konkreten Änderungen?
— Welche Punkte bleiben bei der Interaktion ungeklärt oder wurden verschärft? Welche werden sich später noch weiterentwickeln? Sind neue Probleme entstanden? Welche?
— Hat die Interaktion die Beziehung aus #s Sicht vertieft, entspannt, verschlechtert? Warum? Wie geht es ihr damit?
— Welche Nachwirkungen der Interaktion wird # in der nächsten Zeit verspüren? Wie werden sie sich auswirken? Wie wird er in die nächste Interaktion mit ihrem jetzigen Gegenüber hineingehen? Wie in Interaktionen mit den anderen Charakteren?

[collapse]

www.tine-schreibt.de – wir schreiben Service groß. Weil Service ein Namenwort ist und man Namenworte groß schreibt.

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