Gebläse

/ März 10, 2014/ Meine Schreibe und ich, Randgedanken/ 0Kommentare

Ich hab ja schon länger kein facebook mehr, weil fb eine Dramafabrik ist und außerdem nicht der Platz, an dem ich die Diskussionen führen kann, die ich gern führen möchte, wenn ich denn schon so sozialverhaltiges Zeug wie fb mache. Beides liegt an ein paar wenigen Leuten da, aber das ist ja immer so. Also, dass eine handvoll Arschlöcher den anderen den Spaß derart versauen, dass man nichtmal mehr Bock hat sie zu Blocken und einem nur noch der Pinguin bleibt.
Der hier.
fuck-it-im-going-home

Ich vermisse fb nicht. Im Gegenteil, ich bin froh, mir diesen Scheiß nicht mehr geben zu müssen.
Wäre da nicht………..
Wäre da nicht die tolle Möglichkeit von fb, irgendwelche nebensächlichen Gedanken oder Beobachtungen mal eben in mehr als 140 Zeichen ins Netz zu blasen, sich einzubilden, dass zwei oder drei Leute am Rande Notiz davon nehmen, und dann sein Leben weiterzuleben als wäre nie was passiert.
Interessanterweise ist das eine der vielen Verwendungen, für die Blogs gedacht sind. Nur meins nicht. Also, dieses hier. Sicher, ich könnte einfach ein zweites machen, es ‚Gebläse‘ nennen und gut ist. Aber irgendwie kommt mit diesem Gedanken auch das Gefühl auf, dass ich dann ja noch ne Persona managen muss, noch ein Layout erfinden muss, und überhaupt, dass der Fokus zu sehr auf meinen nicht aufs Schreiben bezogenen Gehirnfürzen liegt.
Nennt mich komisch, aber so ist das.

Nun habe ich aber etwas sehr tolles entdeckt. Ein Plug-in, das es ermöglicht, Posts von der Front page verschwinden und nur in der Kategorienanzeige auftauchen zu lassen. Und im Feed. Wer dieses Blog abonniert, ist selber schuld.
Ich werd das jetzt mal ausprobieren, ob mir das taugt.
Mal gucken, vielleicht werd ich den einen oder anderen Post auch auf Twitter verlinken. Es heißt ja immer, man solle Twitter nicht nur als Linkdump für die Eigenpromotion nutzen, aber ich kann mich für diese Plattform nicht kurz genug fassen und so eine kleine Stimme in meinem Kopf ist außerdem der Meinung, dass ich nicht interessant genug bin, um über meine Person zu tweeten. Wenn ich meine Hirnfürze verlinke, kommt das zwar an sich aufs selbe raus, aber ein Link ist leichter zu ignorieren als ein expliziter Text.

Ah, whatever. Fuck it. We’ll see.

Nenn ich die Kategorie für diese Art Posts jetzt echt ‚Gebläse‘? Pfsch. Warum nicht.
Ich meine, es gibt schon die Kategorie ‚Gelaber‘, aber die ist unsichtbar und nur dazu da, für mein ‚related posts‘-Plug-in Artikel zu verknüpfen, die abschweifende und unfokussierte Aspekte beinhalten, neben ihrer abschweifenden Unfokussiertheit thematisch aber immer noch mit diesem Blog hier, mit dem Schreiben und mit Kultur zu tun haben.
Unter ‚Gebläse‘ würde so Stuss fallen wie die Geschichte von meiner Häkelnadel, die ich kurz auf meinem Schreibtisch beiseitegelegt habe, und die seitdem verschollen ist, und ich hab wirklich überall auf und unter meinem Schreibtisch gesucht, in allen Kisten, allen Ritzen, unter allem Krempel, sie bleibt verschwunden, und wenn sowas passiert, kann ich nur schwer die Überzeugung unterdrücken, dass die Realität nicht das ist, was sie vorgibt zu sein, weshalb sich Dinge wirklich und wahrhaftig in Luft auflösen können.
Das ist eine Selbstoffenbarung, die ich schon gern irgendwie in die Allgemeinheit rausblasen möchte, die ich aber nicht aufdringlich und wichtigtuerisch auf der Front Page stehen haben will. Solche Dinge definieren mich nämlich nicht als Schriftstellerin, sondern eher als Person. Und diese Person möchte zwar, dass ihre Existenz zur Kenntnis genommen wird, will damit aber auf keinen Fall im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen.

Tja. Wie gesagt. We’ll see.
Die Kategorie heißt jetzt ‚Gebläse‘.

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