NaNoWriMo: Und Tschüss. Ich steige aus.

/ November 9, 2013/ Kurzprojekte, Meine Schreibe und ich/ 1Kommentare

Jupp, ich beende meine Teilnahme am NaNoWriMo.
Ich hinke (zum Zeitpunkt meiner Entscheidung) nicht hinterher und ich habe noch einiges an Hintergrundstory zu schreiben, also könnte ich es noch einige Tage lang versuchen und sehen, ob ich über meine Geführchtete Woche Zwei Schlappe hinwegkomme.
Was ich in den ersten paar Tagen produziert habe (knapp 9.000 Worte/24 Seiten), ist auch soweit ganz okay (ich werde zwar mehr Dispo einbauen und das eine oder andere umstellen müssen, aber das ist immer so, und im großen und ganzen ist der Text verwendbar.)
Aber der Text, den ich in den letzten beiden Tagen produziert habe (ca. 3.000 Worte), ist einfach nur scheiße.
Ich weiß, das ist das Ziel des NaNo, sich selbst zu erlauben, auch mal Scheiße zu schreiben und nachher den einen oder anderen ungeschliffenen Diamanten darin zu entdecken, aber der Energieaufwand, den ich für diese beiden letzten Textpassagen erbringen musste (ich bin total ausgelaugt; frag mich nicht warum, nachdem es die ersten paar Tage noch so viel einfacher war als ich erwartet hatte), ist die zwei oder drei ganz brauchbaren Formulierungen dazwischen einfach nicht wert.
Die 24 Seiten vom Anfang sind eine tolle Ausbeute (rein vom Umfang her die Arbeit von über einem Monat in fünf Tage gequetscht), aber wenn ich mal überschlage, wie viel Aufwand es bedeuten würde, die Passagen der letzten beiden Tage komplett zu restrukturieren und anständig zu formulieren, ganz zu schweigen davon, dass ich keine Ahnung habe, ob ich die ganze Info überhaupt als Monolog präsentieren oder anderweitig einbauen will… Nope.
Und alles, was ich jetzt noch NaNo-Style runterschreiben würde, käme in der selben miesen Qualität raus, während ich auf dem Zahnfleisch über die Tastatur krieche.

Ich habe nicht die nötige Energie, dauerhaft so zu arbeiten, und die Lernerfahrung, die der NaNoWriMo Autorinnen bringen soll – Regelmäßigkeit, Unabhängigkeit von Launen, sich selbst zu fordern, die Innere Kritikerin abzuschalten – ist etwas, das ich dank Dorothea Brande schon in der Tasche habe.

Ich überlege jetzt, in Wellen zu arbeiten. Sprich ein paar Tage lang 1.500 Worte/Tag runterzureißen und das Ergebnis zu überarbeiten, bis ich mir über die nächsten paar Szenen soweit im Klaren bin, dass ich eine weitere Schreibwelle starten kann.
Auf diese Weise kann ich mein Arbeitstempo vielleicht insgesamt steigern, ohne dass ich mich überfordere.

Aber jetzt setze ich mich erstmal wieder ans Prinzip der Schönheit. Ganz gemütlich, ohne Stress.

Es tut gut, wenn der Schmerz nachlässt.

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