Schreibblockade Follow-up

/ Dezember 6, 2012/ Das Prinzip der Schönheit, InspirationsHandwerk, Meine Schreibe und ich, Schreibtips/ 0Kommentare

Oh. Mann.

Wie bereits angedeutet – oder auch nicht, ich weiß es nicht mehr und bin zu faul, es nachzulesen – handelt es sich bei meiner aktuellen Schreibblockade um eine Notbremsung aufgrund von Strukturproblemen.
Ich denke, die Sache wird sich allein durch die Zeit lösen lassen; sprich, statt im Präsens werde ich die ersten paar Szenen dieser mehrszenigen Sache im Plusquamperfekt schreiben. Jawohl, im Plusquamperfekt. Ich weiß, das ist die klobigste, uneleganteste Zeit überhaupt, aber erstens springe ich einfach ins Präteritum wo immer es flüssig geht, und zweitens erzeuge ich so das Gefühl langer Dauer.
Ursprünglich habe ich das durch schnelle Wechsel zwischen kurzen Szenen der beiden räumlich voneinander getrennten Charaktere erreicht, aber irgendwie war das nicht so der Knaller. Mit längeren Szenen, die jedoch erst im Plusquamperfekt, dann evtl. im Präteritum und schließlich (die letzte Szene) wieder im Präsens erzählt werden, kommt der Effekt m.E. viel stärker raus.
Außerdem habe ich beim Rumprobieren mit den Zeiten festgestellt, dass sich das Präteritum wunderbar zum Schludern eignet. Durch die starke Rückblende fällt es nicht negativ auf, wenn Aktionen verkürzt und disjunkt dargestellt werden, denn genau so fühlen sich Erinnerungen oft an.
Jetzt muss ich nur noch den Inhalt anständig sortieren, dann sollte die Bremse wieder rausgehen.

Aber darauf bezog sich mein Oh. Mann. gar nicht. Sondern auf die Lösung eines Schlamassels in der ersten Teilszene. Und die ist ja so… so unglaublich lächerlich. Der Haken da war nämlich einzig und allein der Fakt, dass ich der vorher vage als geplantes Vorgehen beschriebenen Hauptaktion dieser Szene keinerlei Erklärung vorausgeschickt habe, die das Moment der Planung wieder aufgreift. Ohne diese Erklärung wirkte das Handeln spontant – wäre es spontan gewesen, hätte ich das ebenfalls erwähnen müssen – obwohl es von langer Hand geplant war und nur die konkrete Ausführung ein Element der Spontaneität beinhaltet.
Vielleicht bin ich auch nur überempfindlich.
Oh. Mann.

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