Schriftstellerin werden Teil 0: Disclaimer in Sachen Dorothea Brande

/ September 18, 2013/ InspirationsHandwerk, Schreibtipps/ 0Kommentare

(Der Rest der Serie: Teil 0, Teil 1, Teil 2, Teil 3)

Ich habe Brandes Buch ‚Schriftsteller werden‘ gelesen und war relativ begeistert.

Dann habe ich die Frau leider in der Wikipedia nachgeschlagen.

Stellt sich raus, dass sie für eine nationalistisch-faschistische Zeitung gearbeitet und deren Herausgeber, einen Mann Namens Seward Collins, geheiratet hat. Der Name ‚Seward‘ erinnert an sewer – engl. ‚Abflusskanal‘ -, was überaus treffend ist, wenn man sich ansieht, was er so für Meinungen hatte. Er fand zum Beispiel Mussolini ganz toll, und Hitler war seiner Ansicht nach zu verdanken, dass die ‚kommunistische Gefahr‘ ‚für immer‘ abgewendet war – und Störenfriede wie die deutschen Juden kriegen halt, was sie verdienen.
Erbrech.
Einen Menschen, der mit diesem Arschloch in einem Raum sitzen kann, ohne ihm nach fünf Minuten genüsslich das nächstbeste Möbelstück über die Rübe zu ziehen, hat entweder gottgleich gute Selbstbeherrschung oder ist menschlich genau so bankrott wie Collins selbst.
Brande hat diese Kreatur gleich geheiratet.

Dann behauptet das Internet noch, dass die Frau neben ihrer journalistischen Karriere anscheinend als ‚Medium‘ gearbeitet hat – zwar nur an zwei Stellen, so dass der Fakt wohl eher zweifelhaft ist, aber da sie in ihrem Buch den Ideomotoreffekt mit Mind-over-Matter-Magie zu verwechseln scheint, würde es mich jetzt nicht so sonderlich überraschen.

Tja, das ist sie nun. Die Frau, die ‚Schriftsteller werden‘ geschrieben hat. Eine abergläubische, national-faschistische Trulla, die einen bekennenden Hitler-Fanboy geheiratet hat.

Auweiah.

Hoffen wir mal, dass sie im Grab rotiert, wenn ich ihre Methoden verwende, um die Welt mit Geschichten zu pflastern, die im Gegensatz zu allem stehen, was sie seinerzeit geglaubt hat ô.o

In den nächsten Tagen poste ich mindestens drei weitere Artikel zu ‚Schriftsteller werden‘. Der erste wird eine Zusammenfassung des Buchinhalts, im zweiten erzähle ich, was ich mir so beim Lesen gedacht habe, und alle weiteren werden sich darum drehen, wie ich Brandes Methoden angewendet habe, ob sie hilfreich waren, was ich modifiziert habe, was dabei rausgekommen ist usw.