Sie wurden, was sie sahen

/ Juli 15, 2012/ Schreibtips, Stil und Publikum/ 2Kommentare

Das neuste Video von Vi Hart drüben auf youtube enthält weise Worte aus Edmund Carpenters „They became what they beheld„, die ich mal auf deutsch übersetzen möchte:

Wenn man sich an ein Publikum wendet, akzeptiert man die grundlegenden Erwartungen, die dieses Publikum vereinen. Man streift sich das Publikum über und wiederholt die Klischees, an die es gewöhnt ist. Künstler richten sich jedoch nicht an ein Publikum; Künstler erzeugen ein Publikum. Sie führen laute Selbstgespräche, und wenn ihre Worte Wert und Gewicht haben, werden andere sie hören und von ihnen berührt werden.

Ist eine relativ optimistische Sichtweise, aber gut. Die Siebziger halt.

Vi Hart fasst den weiteren Text zusammen:

Das Erreichen eines breiten Publikums ist es nicht wert, die eigenen Inhalte zu opfern. Es ist besser, wenn deine Aussagen klar und deutlich von einem kleinen Publikum gehört werden, als dass eine verzerrte, zerstückelte Version davon ein breites Publikum erreicht. (…)
Wenn du Standards und Klischees verwendest, werden dich vielleicht mehr Menschen hören, aber das, was du eigentlich sagen willst, wird verloren gehen.

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