Mittelgroße Riesenspinne

/ März 25, 2014

Ich hatte früher totale Angst vor Spinnen, selbst vor winzig kleinen, ausgenommen Springspinnen. Ich weiß auch nicht warum. Ich konnte in keinem Zimmer schlafen, in dem sich außer mir auch noch eine Spinne befand.
Dann hab ich ‚Phantom‘ von Susan Kay gelesen, wo der Ekel vor einer dicken fetten Spinne mit dem Ekel vor Eriks Entstellung verglichen wird. Also hab ich beschlossen, dass ich mich nicht mehr vor Spinnen ekeln will.
Bei kleinen Spinnen hat das gut geklappt, und bei Taranteln auch. Aber die dazwischen. Die, die für die deutsche Spinnenfauna groß sind. Die hab ich nur mit nem Glas und ner Postkarte eingefangen und rausgesetzt. Und dann hab ich mir die Hände gewaschen und mich noch ne Stunde nachgeekelt. Das hat aber nachgelassen. Irgendwann hab ich mir die Spinnen im Glas genauer angesehen und mich an ihnen erfreut, ehe ich sie rausgeworfen habe.
Friedliche Koexistenz war auch möglich. Also, an meiner Zimmerdecke und im Bad haben immer mal wieder Spinnen gewohnt, die ich zur Kenntnis genommen, mich aber nicht dran gestört habe.
Letztes Jahr hatten wir dann eine ziemliche Riesenspinne im Wohnzimmer, die ich mit der bloßen Hand raussetzen wollte, aber sie ist mir entwischt, und dann hat die Katze sie ermordet :(
Aber grade eben! Gerade eben kommt mein Mann an und sagt, ich muss eine große Spinne aus der Toilette rauswerfen. Es war eine richtig große. Ich hab mich so gefreut! :D
Und dann hab ich sie auf die Hand genommen. Sie wollte erst meinen Arm hoch und ist bis zum Ellenbogen gekommen, aber ich konnte sie zur Umkehr bewegen und sacht nach draußen vors Fenster setzen.
Hab mich keine Sekunde geekelt und auch keine Angst gehabt.
Mission ‚Spinnen sind meine Freunde‘ erfolgreich abgeschlossen.
Jetzt bin ich ziemlich glücklich.

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2 Kommentare

  1. Hat bei mir ähnlich funktioniert, wenn auch nicht ganz so effektiv – ich hatte früher total Panik vor jeglicher Art von Spinnen, egal in welcher Größe, Art und Form, aber irgendwann hab ich mir gedacht „das ist doch dämlich!“ und beschlossen, dass ich schon genug Panik-geplagt bin durch meine Höhenangst und eigentlich keine andere Aufregungsquelle mehr brauche.;-)
    Das hat für kleine bis mittelgroße Spinnen gut funktioniert, auch wenn ich sie vielleicht nicht mit den Händen anfassen will, aber das will ich bei Insekten auch nicht. Nur mit den großen hab ich noch ein Problem, wenn sie sich bewegen – Vogelspinne im Glas ist nicht das Problem, aber die Art wie die Viecher laufen finde ich irgendwie furchtbar…
    Aber wie oft trifft man hier schon eine so große Spinne? Also funktioniert im Garten Leben und Leben lassen und alles ist gut!;-)

    1. Ich fasse alle Insekten an. Käfer vor allem. Käfer muss ich immer begrabbeln. Käfer sind so großartig! Mit ihren kleinen Fühlern und ihren kleinen Beinchen. Ich liebe Käfer.

      Aber mein Mann ist auch kein Insektenfreund. Ihm ist allerdings unheimlich wie die Viecher fliegen und er hat was gegen Stinkwanzen. Dabei stinken die nur wenn sie sich bedroht fühlen.

      Hehe, Paco hat mal eine Stinkwanze belästigt, die ihm dann direkt in die Nase gepupst hat. Er hat fast gekotzt, dann geschnaubt, sich aber kein Stück vom Fleck bewegt und saß am Ende noch immer vor der Wanze. Ich glaub, der hat nicht so ganz begriffen, dass die Wanze die Quelle seiner nasalen Pein war.

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