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FSK 18 - Begründung Zeigen
   
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„Du musst jetzt gehen, Raoul.“ erklärt Christine mit einem Blick auf die Uhr über ihrem großen Garderobenspiegel. „Der Engel wird bald hier sein um mich abzuholen, und er sollte uns nicht zusammen sehen.“
„Aber wer ist dieser Engel?“
„Das brauchst du nicht zu wissen. Wisse nur, dass ich ihn glücklich mache, und er mich.“
„Da ist es wieder.“ murrt Raoul unzufrieden.
„Da ist was?“
„Dein knallrotes Gesicht, Christine! Du erzählst so gern von deinem ‚Glück‘ mit diesem ‚Engel‘, aber jedes Mal wirst du so rot, als ginge es um etwas verbotenes, als würdest du dich schämen, und diese Art, wie du lächelst, wenn du es sagst-“
„Ich schäme mich nicht, Raoul. Und jetzt musst du wirklich gehen. Du willst nicht, dass er uns zusammen sieht, glaube mir.“ Leise Besorgnis hat sich in ihre Stimme geschlichen. Sie macht Anstalten, Raoul zur Tür zu schieben, als diese hörbar zuschnappt und von einem unsichtbaren Mechanismus verschlossen wird.
Christine zuckt zusammen. „Oh nein. Da haben wir den Salat— Schnell, versteck dich hinter dem Paravant! Und gib keinen Mucks von dir, verstanden?“
Hastig gehorcht Raoul, und nur wenige Sekunden später hallt eine wohlklingende, doch merklich ungehaltene Stimme durch die Garderobe.
„Christine—“
„Erik.“ Ehrfürchtig neigt sie den Kopf.
„Tu nicht so unschuldig, mein schönes Kind. Ich weiß, wer sich bei dir versteckt. Ich habe euch gehört. Ich höre alles. Das weißt du doch.“
„Verzeih mir, Engel.“ stottert Christine erschrocken. „Ich-“
„Schweig. Ich bin deine Entschuldigungen leid. Und ich bin es leid, dass dieser Schönling, dieser Adelsspross, um dich herumstreicht wie ein Kätzchen um den heißen Brei.“
Mit einem unheilvollen, schleifenden Geräusch gleitet der große Spiegel an der Wand der Garderobe beiseite. In einen Abendanzug und eine nachtschwarze Maske gekleidet tritt Erik hindurch, der Operngeist, und kaum hat sich der Spiegel hinter ihm wieder geschlossen, schiebt er den Paravant zusammen, so dass Raoul zum Vorschein kommt, erschrocken und großäugig.
„Nun sehe ich dich also einmal aus der Nähe, kleiner Vicomte de Chagny.“ sagt Erik grollend. „Hock nicht da wie ein Feigling. Steh auf. Stell dich deinem Widersacher.“
„Erik—“ Beschwichtigend legt Christine eine Hand auf seine Schulter, und zu Raouls Überraschung schlägt der große, hagere Mann sie nicht beiseite, sondern fasst sie liebevoll, ehe er sich Christine zuwendet.
„Er will einfach nicht einsehen, dass er keine Chance auf deine Liebe hat. Es wird uns wirklich nichts anderes übrig bleiben, als ihm zu demonstrieren, was ich für dich bin.“
Errötend weicht Christine den gelben Augen des Operngeistes aus. „Ich- ich denke immer noch nicht, dass wir ihm das antun sollten.“
„Aber anders wird er nicht begreifen, dass du mir gehörst, Christine. Und gib es zu, meine Schöne—“ Etwas rauhes, doch zugleich weiches, schleicht sich in Eriks Stimme und lässt die Härchen in Raouls Nacken zu Berge stehen. „— deine Sorge um seine Unschuld ist nicht ganz aufrichtig. Dir gefällt die Vorstellung.“
Christine sieht zögernd zu Raoul hinüber, doch schließlich nickt sie mit dem Anflug eines schelmischen Lächelns. „Ja, du hast recht.“ flüstert sie. „Es würde mir gefallen.“
Zärtlich legt Erik die Hand an ihr Gesicht, um ihre Wange zu streicheln und mit dem Daumen der Kontur ihrer Unterlippe zu folgen. „Hol meinen Schwanz raus, mach ihn hart und nimm ihn in den Mund.“
„Ja, Engel.“ sagt sie, mit einem träumerischen Ton, der nicht zur Derbheit des gegebenen Befehls passt. Sie lässt sich auf die Knie nieder, nestelt am Hosenlatz des Operngeistes herum, und schon quillt ihr sein großer, bereits halb versteifter Schwanz entgegen.
Während Raoul entgeistert beobachtet, wie Christine das fleischige Organ in ihre Hände nimmt und sacht zu küssen beginnt, sieht Erik ihn höhnisch an.
„Du fragst dich nun sicher, was für ein unfassbar attratkives Antlitz sich hinter dieser Maske verbergen muss, dass die kluge, schöne Christine es dem deinen nicht nur vorzieht, sondern mit solcher Hingabe dem Mann dient, der es besitzt.“
Zögernd lösen sich Raouls weit aufgerissene Augen von Christines Mund und Eriks jetzt hartem Schwanz.
„Lass es mich dir zeigen, kleiner Vicomte.“ Damit streift Erik seine Maske ab.
Bleich vor Entsetzen presst sich Raoul an die Wand hinter ihm, als er die verzerrten, entstellten Züge des Operngeistes sieht, doch Christine scheint völlig unbeeindruckt vom Aussehen ihres Liebhabers. In Ihrem Blick liegt noch das gleiche Begehren wie zuvor, und als Erik sich leicht zu ihr hinunterbeugt und ihre Hand an sein Gesicht hebt, streichelt sie seine eingefallenen Wangen ohne Scheu, schließt sogar genießerisch die Augen, als Erik ihre Finger in seinen Mund nimmt, um sie mit seiner langen Zunge zu liebkosen.
Nun richtet sich Erik wieder auf. „Sie ist mir ganz und gar verfallen.“ flüstert er, verstrickt seine Finger in Christines Haar und versenkt mit gepressten Stöhnen mehrmals seinen Schwanz in ihrem Rachen, ehe er einen Teil seiner Aufmerksamkeit wieder Raoul zuwendet.
Dann erklingt plötzlich ein tiefes, leises Lachen aus Eriks Mund. „Christine— Christine, sieh nur— Meine Schöne.“
Endlich hebt sie ihren vor Erregung verschleierten Blick und hält darin inne, Eriks Eichel mit den Lippen zu massieren. Der Operngeist kniet sich vor ihr auf den Boden und dreht ihren Kopf zu Raoul.
„Es gefällt ihm.“ erklärt er. „Siehst du, wie sich sein Schwanz in seiner Hose aufbäumt? Der arme, hübsche Vicomte—“
Christine griemelt. „Der arme.“ stimmt sie zu.
„Wäre es nicht sehr liebenswürdig von uns, ihm in seinem jämmerlichen Zustand zu helfen?“
Sie macht eine unbestimmte Kopfbewegung.
„Würdest du seinen Schwanz-“
„Nein.“ unterbricht Christine ihn fest. „Ich will ihn nicht.“
„Aber er ist doch so ein hübscher kleiner Vicomte. Und sein Schwanz ist sicher auch ein angenehmer Anblick.“
„Aber ich will ihn nicht.“
„Hörst du das, Raoul? Sie will dich nicht. Sie sagt ‚Nein‘. Und wenn Christine ‚Nein‘ sagt—“ Er seufzt ergeben. „Aber vielleicht kann ich sie überzeugen.“
Christine lacht. „Niemals.“
„Du und dein stolzes Mundwerk.“ erwidert der Operngeist liebevoll. Er legt seine leicht geöffneten Lippen an ihre und sie antworten mit einem leidenschaftlichen, atemlosen Kuss. Dann drückt Erik sie auf den weichen Teppich nieder, schiebt ihren Rock hoch, unter dem sie nichts weiter trägt, zieht ihre Hüften zu sich hinauf und versenkt sein grässliches Gesicht zwischen ihren Schenkeln.
Tiefes, rhythmisches Stöhnen, das nicht recht zu Christines sonst so heller Sopranstimme passen will, erfüllt die Luft der Garderobe, während Erik mit der Zunge zwischen die feuchten Lippen ihrer Spalte dringt und sie dort in der gleichen, hungrigen Weise küsst, wie zuvor ihren Mund.
Den Kopf zurückgeworfen schlingt Christine ihre Beine um Eriks Nacken, drückt mit den Händen seinen Kopf an sich, wiegt ihre Hüften, wimmernd vor Lust, bis er sich plötzlich von ihr löst.
„Wirst du Raouls hübschen, adeligen Schwanz-“
„Ich will ihn nicht.“ haucht Christine und versucht, Erik zum Weitermachen zu bewegen, doch er leckt sie nur noch einmal neckend, ehe er sich aus der Umklammerung ihrer Beine befreit.
„Du bekommst nichts mehr bis du mir gehorchst.“
„Hah.“ macht Christine trotzig und legt, ohne den Blick von Eriks gelben Augen abzuwenden, beide Hände zwischen ihre Beine, um sich selbst zu liebkosen.
„Nein, nein.“ tadelt Erik sie, während er ihre Arme auseinander schiebt und sich wie eine große schwarze Glucke über ihre Spalte beugt. „Ich sagte ‚Nichts‘. Bis du gehorchst, mein Herz.“
Christine sieht ihn mit verengten Augen an an, doch schließlich entspannen sich ihre Züge und an die Stelle ihres Schmollens tritt ein Lächeln, noch viel verdorbener, als Raoul es je für möglich gehalten hätte. „Wenn du es dir wünschst, mein Engel.“
„Ich wünsche es mir.“
„Was wünschst du dir?“ Wieder blitzt ein Lächeln auf.
„Du willst die Worte hören? Du schmutziges kleines Ding.“
„Nicht halb so schmutzig wie du, Engel.“
„Oh, das ist sicher wahr— Ich wünsche mir, Christine, dass du Raouls armen Schwanz in deinen Mund nimmst und ihn leckst.“
Artig steht Christine auf und geht zu Raoul hinüber, um – wiederum kniend – seine Hose zu öffnen, wie sie es zuvor mit der des Operngeistes getan hat. Dieser sieht zu, mit einem Ausdruck, den Raoul trotz seiner Entstellung als boshafte, erregte Belustigung identifizieren kann.
So wie Christine dann Raouls Schwanz an ihre Lippen führt, hebt Erik die Finger an seine eigenen, lässt sie jedoch gleich wieder sinken, als Raoul nach Christines Haar greift.
„Stop! Du wirst sie nicht anfassen.“ Rasch geht er zu Raoul hinüber, während er den Gürtel seiner Hose herauszieht. „Sie leckt nur deinen Schwanz, Jüngelchen, sie gehört dir nicht.“ Damit fesselt er Raouls Hände auf den Rücken und stößt ihn zurück an die Wand. „So gefällst du mir schon besser.“ knurrt er. „Fahr fort, Christine.“
Während er das sagt, hält sein Blick den des Vicomte fest, und als Christine den Schwanz des Jungen in ihren Mund nimmt, schiebt Erik zwei Finger in seinen eigenen, Christines Lecken und Saugen imitierend, in der Absicht, Raouls Genuss durch die Suggestion zu trüben, er selbst würde sich an seinem Schwanz zu schaffen machen.
Doch wider Erwarten sieht der Vicomte nicht weg. Vielmehr weiten sich seine Augen in gesteigerter Lust und seine zitternden Lippen öffnen sich zu einem dumpfen Stöhnen.
Grinsend wie ein Panther, der ein Rehkitz wittert, beugt sich Erik zum Ohr des jungen Mannes herunter und flüstert, laut genug, dass Christine es ebenfalls hören kann: „So ist das also? Der junge Vicomte würde gern einen männlichen Mund spüren? Aber magst du mich denn überhaupt? Mich, das hässliche alte Monster? Oder bist du nur ein Feigling, der den Frauen nachsteigt, sich nach Männern aber nur im Geheimen verzehrt, und diese eine Chance auf Erfüllung nicht verstreichen lassen kann? — Ja, ich denke, ich gefalle dir gerade gut genug, damit es mir möglich wäre, dich aus deiner verzweifelten, unerfüllten Lust zu befreien. Aber wenn du erst mutig geworden bist, wirst du mich verlassen, nicht wahr? Für einen gutaussehenden jungen Mann, aus dem einfachen Volk vielleicht, damit du ihn besitzen kannst? Oder einen stolzen Herrn deines eigenen Standes, der dich besitzt und mit dir macht, was auch immer ihm einfällt—“ Erik lächelt wissend, als es bei diesen Worten in Raouls Augen flackert. „Wenn dein Bruder das erführe. Dass du im Herzen ein buckelnder Lakei bist, der sich danach sehnt, einen herrschaftlichen Schwanz polieren zu dürfen. Er würde sterben vor Scham und Schande. Aber du würdest dir dennoch einen neuen Herrn suchen, nicht wahr? Und du würdest auch einen finden. Denn lass dir sagen, hübscher Vicomte-“ Erik lehnt sich noch etwas näher zu ihm. „Du wärst überrascht, zu erfahren, wie viele von uns es gibt, die die Reize mehr als eines Geschlechts zu schätzen wissen, oder von jenen, die nur ihr eigenes begehren. Allein—“ Er macht eine kleine, scheinbar nachdenklich Pause. „Damit du einen neuen Herrn finden kannst, müsste dich dein alter erst einmal gehen lassen. Und wer, hübscher Vicomte, sagt, dass ich dich würde gehen lassen? Sieh dir Christine an. Glaubst du, sie hätte sich auf den ersten Blick in mich verliebt? Nein, sie war wie du. Lüstern genug, um mich zu versuchen, wie eine fremde Frucht, die man im Wald findet, und es mag sein, dass mein Gift langsam wirkte, aber es wirkte stetig, bis mir die schöne Sopranistin hörig war, wie eine rollige Katze. Würde dir das auch gefallen? In meinem Sumpf der Lust zu versinken, meinem dunklen Morast, der in jede Öffnung deines Körpers und deiner Seele dringt, weil du nicht unbegrenzt die Kraft hast, das ‚Nein‘, das du flüsterst, auch tatsächlich zu meinen?“
Etwas Flehendes mischt sich in Raouls Blick, während er im Rhythmus von Christines kundigem Saugen atmet, rot im Gesicht und verschwitzt, und endlich erbarmt sich Erik, zieht die gefesselten Hände des Jungen zu sich, damit sie seinen warmen, harten Schwanz ergreifen können.
Stöhnend schließt Raoul die Augen und lässt den Kopf nach hinten sinken, reibt so gut es geht Eriks Schwanz, während der ihn mit genüsslich gesenkten Lidern beobachtet.
„Wie wäre es mit einem Kuss, hübscher Vicomte?“
Zögernd öffnet Raoul die Augen wieder, wendet ihm leicht das Gesicht zu, keuchend, unsicher, doch Erik legt eine Hand an Raouls Wange und dreht ihn ganz zu sich, neckt ihn, indem er seinen Mund nah, so nah and Raouls bringt, ihn seinen Atem auf den hungrig geöffneten Lippen spüren lässt. Dann streicht er mit seiner entstellte Oberlippe sanft über die des Vicomte, nimmt die Lippe zwischen seine beiden, ganz sacht, fährt mit der Zungenspitze darüber, und Raoul stößt ein neuerliches Stöhnen aus, das Erik erst schmutzig grinsen, dann einen tiefen, leidenschaftlichen Kuss über dem Vicomte ausgießen lässt.
„Christine—“ Sanft beißt er in die Unterlippe des Vicomte, ehe er sich zu Christine herunter beugt. „Christine, hör auf und sieht mich an.“
Träge gehorcht sie, ohne die Hände von Bauch und Schaft des Vicomte zu nehmen.
„Christine, meine Schöne, würdest du meinen Schwanz mit dem hübschen Raoul teilen?“
„Nein.“
„Trotzdem wirst du es tun.“
„Nein!“
„Christine—“
Die großen blauen Augen der Sängerin füllen sich mit Tränen. „Ich tue alles für dich, Erik, aber nicht das. Bitte verlang so etwas nicht von mir. Du bist mein Engel. Meiner. Nur meiner.“
„Das ist wahr, und daran wird sich niemals etwas ändern.“ Er packt fest Christines Hände, zieht sie hoch und drückt sie neben dem Vicomte an die Wand, wo er ihren Rock hochschiebt und in ihre vor Lust nasse Spalte eindringt. „Du weißt, dass ich dich liebe.“ flüstert er über ihr Stöhnen, während er in sie stößt. „Dass ich nur dich liebe. Dass ich nicht fähig bin, jemand anderen als dich zu lieben. Ich bin nichts als meine Liebe zu dir. Ohne dich existiere ich nicht. Ohne dich stürze ich zurück in das schwarze Nichts, aus dem deine Liebe mich erst erschaffen hat. Christine—“ Er küsst sie wie ein Raubtier, das Beute reißt. „Christine, du bist mein Alles und ich befehle dir-“
Ein Wimmern von Christine unterbricht ihn, doch er drückt ihr die Hand auf den Mund. „Ich befehle dir, meinen Schwanz mit dem hübschen Vicomte zu teilen.“
Er fickt sie weiter, in einem langsamen, unveränderlichen Rythmus, küsst zärtlich ihren Hals, während sie den Atem immer wieder scharf durch ihre Nase einzieht, und schließlich nickt sie.
Vorsichtig, als könnte sie doch noch widersprechen und damit etwas zerstören, löst er die Hand von ihrem Gesicht.
„Wie du wünschst, mein Engel.“ flüstert sie, und ihre Stimme hat wieder den gleichen, träumerischen Klang, mit dem Sie auch Eriks ersten Befehl akzeptiert hat.
„Ich danke dir, mein Schöne. Meine Liebe.“ antwortet Erik.
Ein weiterer, tiefer Kuss noch, dann zieht er sich aus ihr zurück, baut sich vor Raoul auf und sieht ihm hart in die Augen.
„Auf die Knie, Vicomte. Na los. Bist du zu hübsch für etwas Demut?“
Mit vor Aufregung, Scham und schierer Lust weichen Beinen gehorcht Raoul. Und sofort packt Erik ihn bei den Haaren, um seinen Kopf so zu fixieren, dass sein Schwanz nah, doch unerreichbar, vor seinem Gesicht steht.
„Welches Glück, nicht wahr Vicomte? Dass du deiner geliebten Christine wie ein dummes Hündchen gefolgt bist und mich gefunden hast. Aber du wirst sie niemals schmecken. Niemals.“ Er macht Anstalten, Christines schlüpfrige Säfte mit dem Stoff seines Hemdes von seinem Schwanz zu wischen, doch ihr abruptes „Nein.“ lässt ihn inne halten.
Überrascht sieht er sie an.
„Wenn ich teilen muss, musst du es auch.“ sagt sie, Herausforderung in ihrem Blick. „Mein Engel.“ ergänzt sie sanft. „Mein Herz. Meine Liebe.“
„Hör dir das an.“ Er beugt sich leicht zu Raoul hinunter. „Sie ist eine willensstarke Person, diese Christine, und wenn sie so schaut, sollte man ihr besser nicht ausschlagen, was sie verlangt.“
Er richtet sich wieder auf und sieht zu Christine, die jedoch nur Augen für seinen Schwanz und Raouls noch immer voller Erwartung leicht geöffnete Lippen hat.
„Mach ihn ganz auf, deinen hübschen kleinen Mund, Vicomte.“
Zögernd gehorcht Raoul und langsam gleitet Eriks Eichel auf seine Zunge nieder.
„Saug daran.“ flüstert Erik und wieder gehorcht Raoul, wie in Trance, während Tränen in seine Augen steigen. „Sieh nur, Christine, er weint vor Glück, weil er deinen Saft von meinem Schwanz lecken darf. Dass wir ihm ein solches Geschenk machen können—“ Genussvoll schiebt Erik seine Hüften vor, so dass sein Schwanz tiefer in den Mund des Vicomte dringt, und der junge Mann kommt ihm hungrig entgegen.
„Vorsicht.“ stöhnt Erik leise. „Nicht zu tief, wir wollen nicht, dass dir ein Missgeschickt passiert.“
Doch Raoul scheint über keinerlei Würgereflex zu verfügen und reckt sich gierig vor, bis Eriks Schwanz bis zum Ansatz in seinem Rachen versenkt ist und er seine Zunge nach dem Hoden des Operngeistes ausstreckt.
„Sieh dir das an.“ murmelt Erik mit rauher Stimme, die Hände an die Wand über Raouls Kopf gestützt. „Sieh dir das an, Christine. Oh—“
Dann plötzlich wird Raoul beiseite gestoßen, und Christine nimmt zornig seinen Platz ein, um zu zeigen, dass sie dem Vicomte in nichts nachsteht.
„Nichtdoch.“ Erik lacht, und das Geräusch unterscheidet sich kaum von einem lusterfüllten Knurren. „Steh wieder auf, ich weiß etwas besseres.“ Er zieht Raoul an den Haaren wieder zu sich und ordert Christine, sich mit geöffneten Beinen über den Vicomte zu stellen. Dann leckt er seine Finger ab – unnötig, so feucht wie Christine ist, doch er weiß, wie diese Geste sie erregt. Dann küsst er besitzergreifend ihren Mund und fingert sie mit der Hingabe eines Liebhabers, der die Lust der Geliebten bis ins letzte Detail erforscht hat und mit ihr zu spielen vermag bis sie darum bettelt, dass er ihr endlich gestattet, zu kommen.
Unter ihren sich wiegenden, bockenden Hüften, ihren Rocksaum wie eine sanfte Hand über seinen Augen saugt Raoul am Schwanz des Operngeistes. Christines Saft tropft auf sein Haar herab, und als sie und Erik schließlich in perfekter Synchronität kommen, quillt ihm der Samen des Operngeistes aus dem Mund und rinnt träge sein Kinn hinab. Er schluckt, keucht, und als die beiden Liebenden schließlich von ihm forttreten, bemerkt Erik Raouls hochroten, glasigen Gesichtsausdruck, seinen qualvoll erigierten Schwanz und erinnert sich, dass die Hände des Jungen auf seinen Rücken gefesselt sind, so dass er sich nicht befriedigen konnte.
„Der arme kleine Vicomte steckt noch immer bis zum Hals in seiner unerfüllten Lust.“ bemerkt er. „Wir sollten ihm nun wirklich helfen, meinst du nicht, Christine?“
Schweigend stellt sich Christine neben ihren Engel und sieht mit ihm zusammen auf Raouls elende Gestalt hinab.
„Würdest du ihm gestatten, dich sauber zu lecken, während ich seinen Schwanz versorge?“
Christine legt den Kopf schief, erst auf die eine, dann auf die andere Seite, mit einem so ernsten Gesichtsausdruck, als würde sie über eine wirklich profunde Frage nachdenken. „Ich gestatte es.“ entscheidet sie schließlich. „Aber nur weil du in diesem Mund gekommen bist.“ Langsam hebt sie ihren Rocksaum hoch, der nach Eriks Liebkosungen wieder heruntergefallen war, bis Raoul ihr wirres, feuchtes Schamhaar und den Ansatz ihres weichen Bauches sehen kann. Breitbeinig stellt sie sich wieder über ihn, diesmal mit dem Gesicht zur Wand. Schon leckt er ihren Saft zwischen den noch immer vor Erregung gespreizten und geschwollenen Lippen ihrer Spalte heraus, und ihr Geschmack mischt sich mit dem des Operngeistes zu etwas unbeschreiblichem, himmlischem.
Zugleich spürt er Eriks kühle, von Christines Lust noch feuchte, lange Finger, die seinen Schwanz greifen und ihn fest und zielstrebig reiben.
Raoul stöhnt laut auf, sein Gesicht zwischen Christines Schenkel gepresst, in seinem Unterleib das Gefühl, bald zu platzen vor Lust. Doch zugleich ist es, als hätte er die Spannung seines Begehrens nun schon so lange so krampfhaft halten müssen, dass es ihm unmöglich geworden ist, sie wieder loszulassen.
Verzweifelt leckend entlockt er Christine lustvolle Seufzer, bockt mit seinen Hüften in die Hände des Operngeistes, doch der Orgasmus will und will nicht kommen.
Dann spürt er plötzlich, wie sich der Mund, der eben noch Christine geküsst haben, um seinen Schwanz schließet spürt, wie er wieder und wieder hinab gleitet, bis er hart mit dem Rachen anstößt, wie dann die Zunge des Operngeistes über seine Eichel tanzt, und ergießt sich endlich mit wilder Heftigkeit und einem haltlosen Aufschrei in Eriks entstelltes Gesicht.
Keuchend sinkt er in sich zusammen, während Christine sich neben Erik auf den Boden kniet. Dessen zufrieden grinsendes Gesicht wischt sie mit ihrem Unterrock sauber, im Wechsel mit zärtlichen Küssen, die Erik jedes Mal erwidert.
Als der Operngeist seinen Gürtel schließlich wieder anlegt, mustert er Raoul, dessen verklebtes Haar in alle Richtungen steht. „Sollen wir ihn mitnehmen, Christine?“
„Nein. Ein anderes mal vielleicht.“
Mit einem halb grausamen, halb entschuldigenden Lächeln auf seinen entstellten Lippen sieht Erik Raoul an. „So ein Pech.“ Dann öffnet er mit einer geheimen Geste den Spiegel und sein spöttisches, warmes Lachen ist noch lange zu hören, nachdem er und Christine die Garderobe längst verlassen haben.

„Raoul? Was machst du hier?“ Verärgert bleibt Christine – noch im Kostüm ihrer vorletzten Bühnenprobe für den ‚Faust‘ – in der Tür ihrer Garderobe stehen. „Ich habe dir doch gesagt, dass du nicht mehr herkommen sollst! — Raoul.“
Der junge Mann schreckt auf. „Entschuldige.“ Schamesrot sieht er Christine an. „Was hast du gesagt? Ich war-“
„Ich fragte dich, was du hier tust. Du weißt, dass du nicht hier sein darfst.“
„Ich- ich wollte dir nur diesen Strauß bringen und gleich wieder gehen. Bitte entschuldige.“
„Nein, Raoul.“ Ihre Stimme hat die Festigkeit schwindender Geduld und langsam verrinnender Freundschaft. „Wir haben darüber gesprochen. Nimm deine Blumen wieder mit, ich will sie nicht.“
Getroffen beißt sich Raoul auf die Unterlippe. „Ich hatte gehofft—“ murmelt er.
„Was hattest du gehofft? Dass ich nicht meine, was ich dir immer wieder und wieder sage?“
„Nein—“
„Dann geh endlich, Raoul. Geh, ich will dich nicht!“
Wie ein geprügelter Hund schleicht Raoul zur Tür, schließt sie hinter sich und lehnt sich traurig dagegen.
Nur von außen hört er das Schaben der geheimen Spiegeltür und die beiden warmen Stimmen, die einander voller Zärtlichkeit begrüßen.