Eine kurze Betrachtung über Quantenphysik und die intellektuelle Kapazität meiner Katze

/ Dezember 15, 2014/ Randgedanken/ 2Kommentare

Eine große weiße Katze, die auf dem Bauch auf einer Decke liegt und das Gesicht platt auf die Unterlage drückt. Sie sieht dabei aus als würde sie lächeln.

Felis fortunatus simplex – man beachte das Lächeln.

Meine Katze ist jetzt elf Jahre alt.
Wäre sie ein Mensch, käme sie also bald auf eine weiterführende Schule und würde anfangen, Englisch und Geometrie zu lernen.
Meine Katze ist aber kein Mensch.
Englisch wird sie auch niemals können. Und Geometrie?
Gerade kämpft sie mit dem Konzept eines Bodens über dem Boden. Also eines Behältnisses, das unten (und an den Seiten) geschlossen ist, und oben kleine Öffnungen hat, durch die sie mit der Pfote nach ihrem (neuerdings von Seltenheitswert nur so strotzenden) Trockenfutter angeln kann.
Es verhält sich nun so, dass sie angelt, versucht, einen Trockenfutterbrocken über den Rand hochzuziehen, dann nach dem Ergebnis ihrer Bemühungen sucht (was noch durchaus nachvollziehbar ist), bei Misserfolg aber ohne Fehl dazu übergeht, den Karton erst mit der Nase, dann mit der Pfote herumzustoßen, als müsse doch verdammnochmal ein Krümel Trockenfutter durch die Wand hindurch gekommen sein.
Meine Katze wirkt durch die Realität irdischer Physik stellenweise stark überfordert.
Andererseits dürft das Phänomen des Quantentunnelns für sie intuitiv Sinn ergeben.

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